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Laborgeschichten (2) – Listenbrecher

Jeder, der auch nur kurz in einem Life Science-Labor gearbeitet hat, kennt Belegungs-Listen. Wer etwa ins Isotopen-Labor will, muss seine „Lab Times” im Voraus buchen – und sich in die entsprechende Liste eintragen. Doch immer wieder gibt es „Listenbrecher”.


(1. September 2010) Besonders streng geht es natürlich mit Geräten zu, die nicht jedes Institut hat – aber alle nutzen wollen. Beispielsweise das eine konfokale Mikroskop der gesamten Fakultät. Dieses steht in der Neurobiologie, und die hütet es wie einen Schatz. Möchte etwa jemand aus der Entwicklungsbiologie mal ein Stündchen Präparate anschauen, muss er in der Liste nach den Zeiten spähen, die die Neuros übrig gelassen haben – denn die haben Vorrang an „ihrem” Mikroskop. Also vielleicht ab Mitternacht…?

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Bringen Scherben Glück?

Alltäglicher Aberglaube auf dem Prüfstand


(18. August 2010) Soll man am Freitag, dem 13., überhaupt vor die Tür gehen? Was tun, wenn man mit dem falschen Fuß aufsteht und einem draußen auch noch eine schwarze Katze über den Weg läuft? Reicht es dann, seinen Talisman dabei zu haben oder sollte man lieber schleunigst auf Holz klopfen?

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Nature-Titel von dieser Woche

Metzger im Pliozän

Es wird immer deutlicher, dass die unmittelbaren Vorfahren moderner Menschen keine tumben Blödmänner, sondern findige Handwerker waren. Und zwar viel früher als gedacht. Eine Untersuchung vorzeitlicher Tierknochen legt nahe, dass schon Lucy und ihre Kinder Werkzeuge benutzten – vor 3,4 Millionen Jahren.


(18. August 2010)  Bisher dachten die Paleoanthropologen, dass die ersten Werkzeugnutzer den Gattungsnamen Homo besäßen und vor höchstens 2,4 Millionen Jahren mit ihren Faustkeilen hantiert hätten. Daher ist eine kleine Sensation, was der Leipziger Archäologe Shannon McPherron in dieser Woche zusammen mit sieben Kollegen in Nature veröffentlichte: Schon vor mindestens 3,4 Millionen Jahren hätten Individuen der Art Australopithecus afarensis Werkzeuge verwendet.

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Fette Megastudie

Eine „große internationale Analyse" zum Einfluss von Genen auf den Fettstoffwechsel liefert ein Fazit, das nicht wirklich überrascht: Nichts Genaues weiß man nicht, alles hängt mit allem zusammen, und die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven. Ähem.


(16. August 2010)  Es war eine wahre Fleißaufgabe, die ein internationales Wissenschaftlerkonsortium jüngst erledigt und in der letzten Nature-Ausgabe veröffentlicht hat: Den Einfluss menschlicher Gene auf den Fettstoffwechsel zu beleuchten. Allein die bloße Menge der Beteiligten ist beeindruckend: Zwischen Erstautorin Tanya M. Teslovich und Seniorautor Sekar Kathiresan klemmen ungefähr 200 weitere Kollegen. Es sei die bisher umfassendste Analyse ihrer Art, wird berichtet.

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